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Buenos Días - Fuerteventura 2016


20. März 2015

"Nach der Reise ist vor der Reise". Die Planungen für das nächste Jahr sehen den Temin vom 20.-27. Februar 2016 für unsere Reise nach Fuerteventura vor. Vielleicht diesmal mit einem kleinen Abstecher nach Lanzerote....Judith hat es jetzt auch geschafft ihren Reisebericht von unserer Reise im letzten Jahr (2014) zu vollenden. Ganz herzlichen Dank dafür und euch viel Spaß beim lesen!!!

Abenteuer Karate-Do
Heute: „Aus dem Leben eines Schwarms"

Ein Mal jährlich ziehen große Teile des Karateka-Schwarms aus dem kalten, unwirtlichen Deutschland in warme südliche Gefielde. Wie die Fische im Wasser und die Kraniche auf dem Felsen legen sie auf ihrer entbehrungsreichen Reise viele Kilometer zurück. Sie reisen meist in den frühen Morgenstunden und fliegen in unterschiedlichen Formationen gen Süden.

Diese faszinierende Art ist eng mit der Gattung der Nacktfußtölpel verwandt. Man erkennt sie schon von weitem an ihrem weißen Federkleid mit der für diesen Schwarm so typischen schwarzen Zeichnung, die sich ringförmig um den Torso zieht. Lediglich die Jungtiere unter-scheiden sich durch ein buntes Gefieder um die Körpermitte, das sich mit den Jahren – allerdings nur bei regelmäßigem Training – nach und nach dunkler färbt. Ihnen allen gemein ist der charakteristische laute Schrei, den sie zur effektiven Abwehr von Feinden in regel-mäßigen Abständen im Chor ausstoßen.

Unbeirrt ziehen sie ihre Bahnen – ob zu sehr früher Stunde in der Luft, im Wasser, auf dem Boden, dem Rücken von Vulkanen oder in der Sporthalle. Ab und zu verirren sich ein paar Exemplare auch auf das Beachvolleyballfeld, ja sogar auf den Golfplatz. Die meisten ihrer Art sind hier jedoch nicht optimal angepasst und finden schnell wieder zu ihrem Schwarm auf die Terrasse mit kühlem Bier und Blick auf Pool und Meer zurück. Hier fühlen sie sich am wohlsten. Von diesem Platz an der Sonne aus genießen sie sichtlich das Zusammensein und den guten Überblick über das aktive Treiben in ihrem Sommerrevier Las Playitas. Schier unerschöpfliche Jagdgründe finden sie vor, wenn sie sich allabendlich immer wieder von neuem um das reichhaltige und nährstoffhaltige Buffet formieren, um die schmackhaftesten Beutestücke blitzschnell und zielsicher zu schlagen. Beliebteste Speise auf dem Speiseplan sind die schmackhaften Gambas al ajillo, die die Karatekas mit den notwendigen Eiweißen und Fetten für ihre kräftezehrenden Aktivitäten versorgen. Dem Alkohol sind sie fast alle zugetan, besonders am Abend und in vollmondbeschienen Nächten (zuhause sogar in vollen Straßenbahnen).

Unermüdlich widmen sich die Karateka-Kraniche in den Sommertagen der Vervollkommnung ihrer Körperbeherrschung. In diesem Jahr berichteten Ornithologen, dass sie sich besonders häufig in einer Form organisierten, die erstmals bei ihren japanischen Artgenossen beobachtet wurde und in der Fachsprache „Gankaku" genannt wird. Dabei erlernen sie vom Sensei, dem Schwarmanführer und weis(s)esten aller Kraniche, die hohe Flugkunst, die Schwingen auszubreiten und sich ins Gleichgewicht fallen zu lassen. Bis sie dabei auf einem Bein stehen, den Atem gleichmäßig fließen lassen und den Blick zunächst in die Richtung lenken können, in die sie sich im nächsten Augenblick grazil bewegen wollen, sind sie noch einige Zeit ein recht possierlicher Anblick. Aber bald erheben sie sich unter der erfahrenen Führung des Sensei mit anmutiger Kraft in die Lüfte und gehen dabei bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit.
Neben dem Sommertraining, gehören auch Ausflüge zu malerischen Stränden, Surf-paradiesen, Salinen, Höhlen und belebten Einkaufszentren zum bunten sommerlichen Treiben im Schwarm. Höhepunkt des Sommers sind jedoch die spektakulären Wettkämpfe, die sie untereinander austragen. Schwarmführerin Katrin und ihre Assistentin Kati koordinierten in diesem Jahr das jährliche Kräftemessen. Einzigartig in der Tierwelt: Hier messen sich mitunter auch Männchen mit Weibchen – beim Balancieren auf dem Felsen, Laufen oder einer Freestyle-Disziplin, wie z.B. dem Bergsteigen oder Wassertreten. Doch auch im Wasser sind sie wahre Multitalente. Während andere Schwärme in der unbarmherzigen Nachmittagssonne verbissen ihre Bahnen ziehen und dabei um ihr nacktes Überleben kämpfen, herrscht auf Bahn 8 ausgelassene Stimmung. Mit viel Bewegungsdrang entspinnt sich ein spannendes Kopf an Kopf-Rennen zwischen Silvia und Erich, das dem naturbegeisterten Zuschauer fast den Atem raubt. Im Karateka-Schwarm schenken sich Männchen und Weibchen nichts! Da die meisten Mitglieder des Schwarms in lebenslanger monogamer Partnerschaft leben, geht es bei diesem Wettkampf nicht um das klassische Balzverhalten, auch nicht um die Auslese der Besten, sondern um … ja, um was eigentlich? Darüber herrscht keine rechte Einigkeit unter den Tierforschern. Dabei sein ist wohl alles. Fest steht jedenfalls - dem Sieger winkt jedes Jahr ein hübsches Geschirrtuch mit einem sommerlichen Motiv aus der Tierwelt.

Einmal ereilte ein großes Fischsterben den Schwarm. Aber das ist schon lange her. Seitdem brauchen einige Fische Lesebrillen. Andere leiden unter anhaltenden Hustenanfällen. Ja, es gibt dunkle Punkte in der Geschichte des Schwarms. So auch die tragische Begebenheit auf der sogenannten Blutbrücke, die noch heute davon zeugt, dass die meisten Unfälle eben NICHT im Zweikampf passieren.

Der Karateka-Schwarm lebt in einem familienähnlichen Verband und zeichnet sich durch einen engen Zusammenhalt aus. So munter das Treiben in ihm am Tage ist und so sehr seine Mitglieder auch in alle Richtungen ausschwärmen, am Abend finden sie sich immer wieder zusammen und lassen den Tag gemeinschaftlich ausklingen bis sie sich zur Ruhe legen, nachdem sie einen schwarmweiten Gutenachtschrei ausgestoßen haben, der unserem aus Jugend- und Kindertagen bekannten „Gute Nacht, John Boy" … „Gute Nacht, Jim Bob" gleichkommt.

Wenn es Zeit ist, zurück in die Heimat zu reisen, ziehen sie den ganzen Tag in etwa halbstündigen Abständen von Abflugplatz zu Abflugplatz und verabschieden ihre Artgenossen mit dem Ritual der La Ola-Welle, mit dem sie ihre Freude über die gemeinsam verbrachte Zeit und ihre Vorfreude auf das Wiedersehen in der Heimat zum Ausdruck bringen. „So schön war's und bis bald!" Wenn auch das letzte Schwarmmitglied aufge¬brochen ist, dauert es nicht mehr lange, bis sie alle wieder in der Heimat sind und dort gemeinsam mit ihren Artgenossen im weißen Federkleid ihre lauten Schreie ausstoßen. –

Hat Ihnen dieses Schwarmporträt gefallen?
Dann besuchen Sie uns auf www.karate-do-overath.de.





Übersicht

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»Fuerte ruft.....
»Grüße aus Kapstadt
»Tagebuch Fuerteventura 2014
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»Frühlingserwachen auf Fuerteventura (jetzt sind wir schon 25!)
»Lust auf Klettern? - Sommerferien-Event 2013
»Karate geht auch auf Fuerteventura...
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